This Must Be The Place

…und wir treiben immer weiter und weiter ins Glück. 24 Jahre sind gefühlte tausend und jedes mal trifft es mich wie ein Schlag, wenn ich darüber nachdenke was ich in dieser Zeit geschafft habe – oder eben nicht. Reise, reise, Seemann reise. Ich passe ein bisschen auf André auf, zusammen und bald zu vielt gehen wir voran und schauen wohin es uns treibt.
Dabei sein ist alles.
This Must Be The Place.

Mixtape

Es gibt viele Dinge die man tun kann, welche keinen großen Aufwand erfordern. Zum Beispiel aufwaschen, eine Interim Seite schustern, bei H&M shoppen, mal wieder die Mutti anrufen. Alles einfach und, wie fast alles das man “machen” kann, am Ende auch irgendwie befriedigend.

Auch ein Mixtape kann zu dieser “einfachen” Art von Beschäftigung gehören. Man sucht sich ein paar Lieder heraus, schiebt sie im Sequenzer seiner Wahl hintereinander und lässt laufen. Klingt einfach, ist es auch.
Und nun noch einmal auf Anfang. Statt einem einfachen Mixtape, macht ihr nun ein Mixtape für JEMANDEN den ihr sehr gern habt. Ihr übersendet also dieser Person ein mindestens 45-Minütiges Intermezzo aus Musik, die ihr mit dieser Person verbindet, Musik die ihr liebt, Musik die ihr zeigen möchtet. Wenn ihr alles richtig macht, dann ist dieses Stück Ton(-band) ein Spiegel eurer Gefühle, ausgedrückt durch die Poesie Anderer.

Über die letzten Wochen habe ich gelernt wie man ein Mixtape macht. Wie man es RICHTIG macht. Das (zugegebener Maßen saucoole) “Tape” für Wenke war mein erster Versuch. Es hat Spaß gemacht, es war aufwändig, aber es war für eine Dame, die ich eigentlich gar nicht kenne. Es ging mir sozusagen, leicht von der Hand.

Diesmal war es anders. Etwas mehr als 8 Wochen quälte ich mich mit der Produktion eines Tapes für eben eine Person die ich sehr mag. Der Anfang war leicht, aber mit jeder Minute wurde es schwerer. Stimmt die Reihenfolge der Songs? Der Übergang, war der Ok? Läuft das Timing gut? Der Effekt, ist der zu viel? Gefällt ihr überhaupt so eine Scheiße? Das Fenster ist offen — Vielleicht spring ich einfach raus?

Ich glaube, ich habe noch nie etwas gemacht, was mir schwerer von der Hand ging, obwohl ich mich damit auskenne.
Und warum erzähle ich das alles, obwohl ich es euch nicht zeige? Das Tape ist privat. Dabei bleibt es. Und bis auf Sie und einen sehr kleinen Expertenkreis wird es keiner zu hören bekommen. Das ist ok. Viel mehr möchte ich, dass ihr euch das Selbe traut. Setzt euch hin und macht ein Tape. Wie ist erstmal egal. Am besten sogar wirklich Song für Song auf eine Kassette aufnehmen, oder mit eurer geklauten Traktor-Version aneinander reihen. Tutorials wie das geht findet man überall.
Das Wichtigste ist: Macht es FÜR jemanden. Mann, Frau, Freundin, Schulhofschwarm, Sandkastenliebe, Mutti, Vati, HJ-Story-Opa. Egal. Aber macht es FÜR jemanden und gebt es auch der Person. Spätestens dann wisst ihr genau warum ich diesen Kram hier überhaupt geschrieben habe.

Zur Inspiration besucht auch André. Er ist auf jeden Fall einer meiner Mixtape-Helden!

(Foto © wardomatic on flickr)

Zwischenstand

Leipzig, Leipzig — du bist mein.
Seit einem Jahr und 5 Monaten. Ich lerne, lache, weine und liebe. Alles hier, mit euch, mit dir. Manchmal fällt es mir schwer zu realisieren, dass das, jetzt und hier, die aufregendste Zeit meines Lebens ist, was ich so gelernt habe zu lieben. Nichts zu bereuen war der Plan. Klappt bisher super. Manchmal trage ich hässliche Shirts — das ist OK. Bis Juni übe ich, bis Oktober rase ich und verdiene mir meine Sporen, bis August vermisse ich. Sehen wir was kommt.
Wir sind schön und jung. Let’s have a fucking blast. Inspiriert vom wunderbaren André.

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Oh wow. Oh wow. Oh wow.


Es ist lustig. Also das Leben.
Ich verstehe schon, wenn junge 14 Jährige Twitter-Mädchen einen Daueranflug von Emotionalität haben und sich mal wieder die “Seele auskotzen” und sich über ihr “zerficktes” Leben beschweren. Ich glaube sowas gehört in dem Alter dazu.
Das schöne ist, dass ich das in gewissermaßen entgegengesetzter Weise Empfinde. Die momente in denen ich meine Emotionen zum Thema “Leben” hinausrufen möchte sind meistens (bis auf sehr wenige Ausnahmen) nur die guten.
Beispielsweise wenn ich im Sommer durch den See schwimme. Oder wenn ich Etwas kleines erreicht habe. Und sei es nur, dass ich endlich die Druckdaten zu Dokument XY verschickt habe. Oder sei es der Abend an dem ich es gerade so noch auf zwei Beinen nach Hause geschafft habe und Bierseelig in meinem Bettbezug versinke.

Meiner Meinung nach sollte jeder versuchen sich die Momente des Glücks, mehr zu Herzen zu nehmen als die traurigen — und Glück & Freude findet sich in jedem kleinen Moment, wenn man es nur will.

Vielleicht verarsche ich mich damit auch selbst. Gut möglich.
Aber lieber rede ich mir meine Glückseeligkeit und Gelassenheit ein, anstatt mich jeden Tag aufs neue beschweren zu wollen.

Vielleicht versteht ihr ja, was ich meine.


(großartiges Stimmungs-Foto von Felix Meyer Musik von Tycho)