Hurricane Festival 2012

Ich bin nicht wie André kenne Vici nicht, noch bin ich zerfeiert oder wüsste wer der Bremer knutschejunge war. Noch nie habe ich ein Festival besucht, habe mir nie meine teuren Schuhchen eingesaut, noch wüsste ich wie es ist am Sonntag Nachmittag verschwitzt und scheintot eine Rasenfläche zu verlassen, die über ein Wochenende von Bier, Schweiß, Pfeffi und Pisse aufgeschwemmt wurde – und doch bin ich neidisch und euphorisch wenn ich mir Dennis Dirksens zusammenfassendes Video zum Hurricane Festival 2012 anschaue.
Groß!

Mixtape

Es gibt viele Dinge die man tun kann, welche keinen großen Aufwand erfordern. Zum Beispiel aufwaschen, eine Interim Seite schustern, bei H&M shoppen, mal wieder die Mutti anrufen. Alles einfach und, wie fast alles das man “machen” kann, am Ende auch irgendwie befriedigend.

Auch ein Mixtape kann zu dieser “einfachen” Art von Beschäftigung gehören. Man sucht sich ein paar Lieder heraus, schiebt sie im Sequenzer seiner Wahl hintereinander und lässt laufen. Klingt einfach, ist es auch.
Und nun noch einmal auf Anfang. Statt einem einfachen Mixtape, macht ihr nun ein Mixtape für JEMANDEN den ihr sehr gern habt. Ihr übersendet also dieser Person ein mindestens 45-Minütiges Intermezzo aus Musik, die ihr mit dieser Person verbindet, Musik die ihr liebt, Musik die ihr zeigen möchtet. Wenn ihr alles richtig macht, dann ist dieses Stück Ton(-band) ein Spiegel eurer Gefühle, ausgedrückt durch die Poesie Anderer.

Über die letzten Wochen habe ich gelernt wie man ein Mixtape macht. Wie man es RICHTIG macht. Das (zugegebener Maßen saucoole) “Tape” für Wenke war mein erster Versuch. Es hat Spaß gemacht, es war aufwändig, aber es war für eine Dame, die ich eigentlich gar nicht kenne. Es ging mir sozusagen, leicht von der Hand.

Diesmal war es anders. Etwas mehr als 8 Wochen quälte ich mich mit der Produktion eines Tapes für eben eine Person die ich sehr mag. Der Anfang war leicht, aber mit jeder Minute wurde es schwerer. Stimmt die Reihenfolge der Songs? Der Übergang, war der Ok? Läuft das Timing gut? Der Effekt, ist der zu viel? Gefällt ihr überhaupt so eine Scheiße? Das Fenster ist offen — Vielleicht spring ich einfach raus?

Ich glaube, ich habe noch nie etwas gemacht, was mir schwerer von der Hand ging, obwohl ich mich damit auskenne.
Und warum erzähle ich das alles, obwohl ich es euch nicht zeige? Das Tape ist privat. Dabei bleibt es. Und bis auf Sie und einen sehr kleinen Expertenkreis wird es keiner zu hören bekommen. Das ist ok. Viel mehr möchte ich, dass ihr euch das Selbe traut. Setzt euch hin und macht ein Tape. Wie ist erstmal egal. Am besten sogar wirklich Song für Song auf eine Kassette aufnehmen, oder mit eurer geklauten Traktor-Version aneinander reihen. Tutorials wie das geht findet man überall.
Das Wichtigste ist: Macht es FÜR jemanden. Mann, Frau, Freundin, Schulhofschwarm, Sandkastenliebe, Mutti, Vati, HJ-Story-Opa. Egal. Aber macht es FÜR jemanden und gebt es auch der Person. Spätestens dann wisst ihr genau warum ich diesen Kram hier überhaupt geschrieben habe.

Zur Inspiration besucht auch André. Er ist auf jeden Fall einer meiner Mixtape-Helden!

(Foto © wardomatic on flickr)

re:publica tag 1

— 10.00 —
So. Act!on.
Sagt man so.

— 10.30 —
Ein Mensch von der Regierung sagt Dinge und wird von den Leuten verarscht, die noch genug nerven haben sitzen zu bleiben.

— 10.45 —
Wechsel auf Stage 2 >:/
Schauen jetzt das hier.
Überall GEMAfreie Musik.

— 11.19 —
Man hätte Bullshit-Bingo mitnehmen sollen.

— 15.04 —
Wir haben wifi. Halle 1 ist der shit!