Das Wetter Ist Scheiße

scheisswetter

Wirklich.

Das Wetter ist unerträglich, umbarmherzig und unglaublich scheiße. Es ist schizophren. Die Menschen hier sagen, das wäre ganz normal. Ich finde es absurd. Und doch ist es romantisch, sanft und feinfühlig. Wie jedes Wetter überall, außer vielleicht in Wüsten oder auf Gipfeln. Neulich nieselte es ein wenig, anstatt, wie die vorangegangenen Tage, wie aus Eimern zu schütten. Ich habe die Augen zugemacht und die Nase in den Wind gehangen, als ob tatsächlich Frühling wäre.

Vielleicht bedeutet ja genau das, dass ich anfange in Hamburg anzukommen — wenn einem die kleine Scheiße, gar nicht mehr so scheiße vorkommt. Seit knapp 3 Monaten hause ich nun schon bei verschiedenen wunderbar großzügigen Menschen, die mir Asyl gewähren. In etwas mehr als einer Woche wird das nicht mehr nötig sein und ich ziehe in mein eigenes Zimmer. Die Menschen hier streiten sich dabei meist darum, ob ich auf die richtige oder die falsche Seite der Alster ziehe. Dieselben reden auch von “südlich der Elbe”, wie Teilungsnostalgiker von Dunkeldeutschland reden. Nach zweieinhalb Monaten suchen ist mir das alles ehrlich gesagt scheißegal. “30min. Radwegnähe zu St. Georg” war die Prämisse. 10 Minuten sind es geworden.

Ich werde mit Menschen zusammenziehen, die zu den guten gehören — was will man schon mehr. Ich für meinen Teil freue mich gerade auf kaum etwas mehr, als dort endlich ein wenig mehr zum Leben zu kommen. Den ersten großen Schock überwunden zu haben. Mich um die schönen Dinge, neben der ziemlich scheißcoolen Arbeit zu kümmern.

Auch wenn ich mich ab und zu daran erinnern muss, ist alles ziemlich gut. Es geht mir bestens. Ich habe praktisch keinen Mangel und kann sogar realistische Pläne für absurde Luxusgüter schmieden.

Alles ist ganz gut hier.
Außer das Wetter.

Time flies — so I moved


Yesterday I finished repainting my old room in Leipzig, because more than 2 weeks ago I moved in with Kai and Maria into our new flat in Connewitz. Everything is new, everything is bright and I couldn’t be happier with my decision. Thank you life!

High Hopes

Und schon wieder zieht der Sommer an mir vorbei ohne tatsächlich Spuren zu hinterlassen. Oder doch. In cirka 2 Wochen wohne ich in einer neuen Wohnung, endlich mit alten Freunden, endlich besser. Alles. Das ist die Hoffnung die mit 5cm breitem Molotow-Marker an die Wand geschmiert steht. Die Freude auf die Nächte im Wintergarten, die Abende vor der Xbox und die Sonntage im kollektiven Delirium.

The grass was greener/ The light was brighter/ The taste was sweeter/ The nights of wonder/ With friends surrounded/ The dawn mist glowing/ The water flowing/ The endless river

Forever and ever

…bis wir zusammen in David Gilmores Slide-Gitarrensolo ersaufen.


Kai (zukünftiger Mitbewohner)

Maria (zukünftige Mitbewohnerin)
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This Must Be The Place

…und wir treiben immer weiter und weiter ins Glück. 24 Jahre sind gefühlte tausend und jedes mal trifft es mich wie ein Schlag, wenn ich darüber nachdenke was ich in dieser Zeit geschafft habe – oder eben nicht. Reise, reise, Seemann reise. Ich passe ein bisschen auf André auf, zusammen und bald zu vielt gehen wir voran und schauen wohin es uns treibt.
Dabei sein ist alles.
This Must Be The Place.