RE: Mein aktuelles Problem mit Facebook

Marcel macht sich Gedanken zu Facebook:

Wenn ich oft mit dieser Person spreche, sind ihre Updates wichtiger. Warum wird mir aber Person X jetzt angezeigt, obwohl ich seit Ewigkeiten nicht mehr mit ihr sprach? Wenn ich auf diesen Link zu einem Guardian-Artikel klicke, muss ich erst eine Facebook-App zulassen. Das passiert sonst nirgendwo im Internet, was passiert hier gerade?

…und ich stimme ihm da vollkommen zu.

Ich finde Facebook wird zu viel. Zu viel Dies, zu viel Jenes und vor Allem zu viel Alles. Facebook raubt mir einen riesigen Teil meiner Zeit. Es gibt zu viel zu sehen und doch nichts.
Das kann Twitter viel, viel besser.
Es ist weniger aufdringlich und VIEL weniger vollgeblasen mit Informationen die mich nicht interessieren oder an Aktualität verloren haben. Ich kann durch einen kurzen blick auf das Profilbild viel schneller einschätzen ob mich die gegebene Information interessiert, oder ob ich ihr vielleicht etwas mehr Beachtung schenken sollte.
Bei Facebook ist das schwierig. Alles ist unübersichtlich, unverständlich und überladen. Zwischen toten Ukrainischen Hunden, uralten Memen und “ich will das alte Facebook zurück”-Gruppen tummeln sich vereinzelt die wirklich wichtigen Informationen, welche seit neustem noch viel schwieriger zu finden sind, da ich auf einmal in der Haupt-Timeline sehe das bekannter X auf das Foto von völlig Unbekanntem Y einen Kommentar geschrieben hat, der mich höchstwahrscheinlich nicht im geringsten Interessiert, geschweige denn etwas angeht.
Alles ist ZU VIEL.
Hier sehen sie ein Symbolbild was Facebook zeigt.
“Aber was will man machen?”

…sich dort abmelden und dann via Google nach Alternativen suchen.“

Eher nicht. Warum auch. Facebook kann nämlich das, was man dort eigentlich tut, nämlich sich mit Freunden vernetzen, recht gut. Ich denke nur problematisch wird es dann, wenn man wie z.B. ich, über 600 dieser so genannten “Freunde” hat.
Und hier kommt auch mein Lösungsansatz ins Spiel:
“Als FreundIn entfernen“

Ich habe neulich angefangen Menschen aus meiner Timeline zu verbannen. Einfach so. Und mit jedem mal wurde das Zucken meiner Wimper kleiner. “Oh, aber Sie kenn ich doch noch aus der Grundschule!” Und wann hast du das letzte mal mit ihr einen Interessanten Austausch gehabt? Genau! Zur 4. Klasse. Oder auf dem elenden Volksfest deiner Heimatstadt.

Man muss kein Freund von jemandem sein um Ihm oder Ihr eine Nachricht schreiben zu können.
Man muss ja noch nicht einmal die Freundschaft kündigen. Man kann auch einfach deren Leute nonsens blockieren. Tut nicht weh, bekommt Er, Sie, Es auch nicht mit. Gewissen bleibt rein. Will man Tausende mit seinem Projekt erreichen: Seite erstellt.
Geht schnell, tut nicht weh und man geht niemanden mit dem Privaten Profil von FuckThis INC. auf den Sack.
Nur weil man nicht jeden Trottel als Freund annimmt (jaja, ich muss reden) ist man ein asoziales Arschloch.

Das löst zwar alles nicht das Problem, von dem Marcel oder ich sprechen, hilft aber sicherlich den Gesamtaufwand den man selbst in “mal eben Facebook Checken” aufbringt zu vermindern und macht den ganzen Krempel (hoffentlich) weniger konfus.

Schlauer ist da Path. Eine App, wirklich abgestimmt darauf, mit den 150 Menschen die wirklich wichtig sind, sein Leben zu teilen.
Leider nur ein Konzept, was als solches schlecht funktioniert wenn die Eltern gerade so Lust haben sich bei Facebook anzumelden (was ja an sich VIEL verwirrender ist als Path).

Ich spielte inzwischen schon öfter mit dem Gedanken wie es denn wäre sich von Facebook zu trennen. Aber das wäre für mich, wie jeder Technologie den Rücken zuzukehren.

Yada, yada schalala. Facebook ist nicht das Ende der Fahnenstange und man kann sich das Leben selbst schwerer machen als es ist. Und ich “lösche” jetzt weiter Freunde. (Mal sehen wann DAS ein Ende hat)